Geistlicher Impuls

… und wie war Ostern für Sie…für Dich?

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Rückmeldungen zu diesen Gedanken. Wir werden mit diesen Rückmeldungen sehr verantwortungsbewusst umgehen.
Jede*r entscheidet, ob diese Gedanken veröffentlicht werden dürfen… Nur Mut!!
Bis jetzt sind schon sehr bewegende Rückmeldungen eingegangen….
 

01/20: Allen in der Gemeinde und unseren Freunden einen herzlichen Gruß!

Liebe Schwestern und Brüder!

Wir haben einen neuen Verantwortlichen für die Erstellung von „St. Martin AKtuell“: Matthias Fiebig. Bestimmt haben Sie es schon am neuen Layout gemerkt.
Wir freuen uns, dass er sich bereit erklärt hat, dieses so wichtige Organ unserer
Öffentlichkeitsarbeit in Zukunft zu erstellen. Gleichzeitig bedanken wir uns ganz herzlich bei Till Kurbjuweit, der diese Aufgabe zwei Jahre lang sehr gewissenhaft und fachmännisch übernommen hat. Mit dem neuen Format beginnt nun auch eine neue inhaltliche Reihe. Das Geistliche Wort übernehmen wir Geistliche in Zukunft abwechselnd. So hatuns Heinz Otto diese Worte zum Frühjahr geschickt:

Allen in der Gemeinde und unseren Freunden einen herzlichen Gruß!

Von Adam, dem Erdmenschen, heißt es, dass er lebendig wurde erst durch den
Odem von oben, durch Mund-zu-Mund-Beatmung in göttlichem Kuss. Von Jakob, dem Schlitzohr, heißt es, dass er gekämpft hat bis zur Morgenröte mit seinem Schatten, dem Engel, dem dunklen Gott, bis er gesegnet wurde und einen
neuen Namen bekam. Von Miriam, dem jüdischen Mädchen, heißt es, dass sie schwanger wurde nach den Worten des Engels, überschattet von der Wolke göttlichen Geistes. Warum nur Adam? Nur Jakob? Nur Miriam?
Was ist mit mir? Mit uns allen? Müssen wir geist-los bleiben, unfruchtbar? Ich träume, ich wünsche, ja ich bete darum, dass ER auf mich, auf uns zukommt,
zärtlich und fest, wie damals bei Maria von Magdala am offenen Grab, dass ER uns ruft und öffnet, und dass uns sein Wort trifft und betroffen macht:
Ich bin damit gemeint, so wie Adam, Jakob und Miriam. Dann kann uns ein Licht
aufgehen, wenn wir als Freunde zusammensitzen am Tisch, im Urlaub, am Altar:
Gespräche, Erinnerungen, spürbare Nähe. Dankbarkeit keimt in uns auf für alles Geschenkte und ein Anflug von Hoffnung für morgen. Wir erfahren, was wir nicht ausdrücken können,: In IHM ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch IHN sind wir erlöst und befreit. Und wir versuchen dann zu beten: Herr, bleibe bei uns! Mit diesen Worten der Jünger von Emmaus wünschen wir allen ein gesegnetes Fest der Auferstehung.

FROHE OSTERN!

Pfarrer Robert Geßmann
Pastor Heinz Otto
Diakon Dr. Werner Heisig

4/19: Von Bethlehem nach Dortmund – Weihnachten unterm Förderturm

Vielleicht wundern Sie sich beim Anblick der diesjährigen Krippe bei uns in St. Martin. Die Hirten fehlen, es gibt keine Schafe – Bethlehem sieht doch irgendwie anders aus!
Bis vorletztes Jahr stand unsere Krippe immer auf dem Fußboden, vergangenes Jahr dann vorn im Altarraum. In diesem Jahr kam mir als Pfarrer dann diese Idee: Klassische Krippen mit Hirten und Schafen etc. kennen wir zur Genüge. Stattdessen schwebte mir eine Krippe vor, bei der das Geschehen von Bethlehem einen direkten Bezug zu uns heute hat, ja, eine Krippe, in der sich das Leben unserer Stadt widerspiegelt. Warum das? Die Evangelisten Lukas und Matthäus haben die Geburt Jesu so erzählt, dass sich ihre Welt und Botschaft im Evangelium widerspiegelten. Heute liegt es an uns, dieses Evangelium auszulegen und zu aktualisieren. Der Heilige Franz von Assisi hat das so formuliert: „Bauet die Krippen zum Lobe des Herrn, aber baut sie nach Eurer Heimat.“

So dürfen wir also fragen: Wer sind heute die Hirten, die einfachen Menschen unserer Zeit? Wer ist heute auf der Flucht? Wo wird Jesus heute geboren? Weihnachten ist somit ein höchst aktuelles Fest und nicht nur eine schöne alte Glaubensgeschichte. Und so kommen eben die Menschen und Charaktere unserer Stadt zur STADT-Krippe: Der BVB Fan, die Ärztin, der Polizist, der Obdachlose und Menschen wie du und ich. Das Hintergrundbild zeigt Sehenswürdigkeiten unserer Stadt. Die Heilige Familie findet als Flüchtlingsfamilie in einem „Stück Geschichte dieser Region“, in der stillgelegten Zeche Borussia in Kley, ein neues Zuhause. So sind wir alle eingeladen, hier das Weihnachtsgeschehen ganz neu zu betrachten: Uns ist der Heiland geboren, Christus der Herr. Bringen wir die Menschen mit hierher, die uns am Herzen liegen. Entzünden wir eine Kerze als stilles Gebet. Das Krippenteam freut sich auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher, die Freude haben, das Weihnachtsfest mit eigenen Augen neu zu entdecken.

Möge uns auch im neuen Jahr 2020, zu dem ich Ihnen und Euch allen Gottes Segen wünsche, Gottes Nähe erfahrbar bleiben.

Ihr/Euer Pfarrer Robert Geßmann

03/19: Was macht eine Kirche zur Kirche?

Seit wenigen Jahren haben wir in Dortmund nun eine „richtige” Kirche, viele konnten sich ehrlichen Herzens von der Hauskirche in der Weißenburger Str. lösen. Nun steht in Kley die neue Kirche. Die wichtigsten liturgischen Elemente sind mit umgezogen: Altar, Ambo, Taufstein (aus Hagen). Der Tabernakel konnte noch nicht angebracht werden, aber mit der Stele, die ich mitgebracht habe, hat die Eucharistie einen würdigen Aufbewahrungsort gefunden. Bis Gründonnerstag standen die Stühle frontal zum Altar, der Ambo etwas leicht versetzt. Mit der Feier des österlichen Triduums hat sich die Ordnung in der Kirche verändert. Ambo und Altar stehen sich nun gegenüber, bilden jeweils einen liturgischen Höhepunkt in der Verkündigung des Wortes Gottes und der Feier der hl. Eucharistie. Wir nähren uns am Tisch des Wortes und am Tisch der Eucharistie. Als Gemeinde sitzen wir in zwei Halbkreisen, in Form einer Ellipse um diese beiden Scheitelpunkte. Die Mitte bildet der Taufstein mit der Osterkerze, Christus, der Auferstandene ist die Mitte unserer Gemeinde, der Kirche, von ihm und durch ihn und mit ihm feiern wir hier Liturgie, er sendet uns hinaus zum Dienst an den Nächsten, er ist die Mitte unserer Versammlung.

Unterschiedliche „Räume” innerhalb unserer Kirche laden ein zum Verweilen: Eine Kerzeentzünden an der Stele, auf der die Heilige Schrift liegt, eine Marien-Ikone lädt neben der Orgel zur Betrachtung ein, die Stühle am Hintereingang lassen genügend Raum zur Mitte und lassen mich etwas heraustreten aus dem Geschehen. Die offene und einladende Form der Bestuhlung und die mit bedacht gewählte Positionierung der liturgischen Orte wollen nur eins: Hinweis sein auf etwas, das den Alltag transzendiert, Ort sein, am dem ich zuerst sein darf, ohne Absicht, ohne Zwang, ohne schlechtes Gewissen, ohne Bevormundung. Aber unsere Kirche will auch ein Ort sein, der einlädt. In aller Schlichtheit will sie aber auch den Mut haben, zu bezeugen, einzuladen und auch ein Zeichen zu setzen in Kley und darüber hinaus: Gottes Reich ist mitten unter uns, ist uns nahe! (vgl. Mk 1,15) Ich lade alle ein, den je eigenen Platz in unserer Pfarrgemeinde zu finden, nicht nur in dieser Phase, in der wir dieses „Kirchenmodell” ausprobieren und uns darüber austauschen wollen, sondern auch über diese liturgischen Gedanken hinaus. Ich freue mich auf die Begegnung in unser „Ellipse”, beim Kirchenkaffee, beim Begegnungsnachmittag, beim nächsten Benefizkonzert

Ihr/Euer Pfarrer Robert Geßmann

Ostern 2019

Aufstehen!!!

Na, gut geschlafen? Jeden Morgen das Gleiche! Ich stehe auf. Ich lasse die vergangene
Nacht hinter mir und stehe auf. Der 1. Schritt, losgehen, in einen neuen
Tag. Wie war die Nacht? Habe ich etwas geträumt? Auf-stehen! Jeder Morgen, an
dem ich aufstehen kann, voller Schwung den Tag beginnen kann, hat auch eine
geistliche Dimension.

„Wir sind Kinder des Lichtes und nicht der Dunkelheit“,
so erinnert uns Paulus im Thessalonicherbrief 5,5. Wir dürfen das Dunkel der
Nacht, das symbolisch für Tod und Vergehen steht, hinter uns lassen. Das Licht
erwächst aus der Dunkelheit, nicht umgekehrt. Dieses Auf-erstehen, aus dem
Schlaf, dem Dunkel ins Licht, ist der unbeschreibliche Kern der Osternacht, die
„Mutter“ aller Liturgien. Dieses „Auferstehen“ körperlich, geistlich, liturgisch ist
durch kein anderes Symbol zu ersetzen. In der Dunkelheit des Morgens wachen
wir dem Licht entgehen, voller Sehnsucht und Hoffnung. Da schlafen wir nicht,
da wachen wir. Wir machen uns da ganz solidarisch mit den unzähligen Menschen,
die nachts nicht schlafen können, vor Schmerzen, vor Angst, vor Einsamkeit,
oder eben, weil das Kind schon zum fünften Mal schreit, weil es krank ist.

Und wenn wir in ganz existentiellen Situationen nicht mehr ein noch aus wissen,
dann ist tiefe Nacht mitten am Tag. Dann erfahren wir hautnah, dass die Dunkelheit
vordergründig gesiegt hat, im Bild gesprochen, dann ist Karfreitag. Dann
wünschte ich mir, ich wäre nicht aufgestanden. Aber dann erinnere ich mich an
den, der die Dunkelheit, die grausame Ohnmacht und den Tod besiegt hat und
auch mir zuruft: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.“
Diese Botschaft gilt es zu feiern, mit allen Sinnen.

Ich wünsche uns, dass wir davon zehren können, besonders dann, wenn es dunkel wird ums uns. In dieser österlichen Hoffnung grüße ich Sie alle herzlich und wünsche uns allen ein gesegnetes Fest der Auferstehung.

Ihr/Euer Pfarrer Robert Geßmann

Frühjahr 2019

Liebe Schwestern und Brüder!

Und plötzlich ist das neue Jahr schon wieder einige Wochen alt, stellen wir fest. Wir haben bewegende Feste feiern dürfen, allen voran unser Patrozinium mit Orgelweihe, das Weihnachtsfest und nun dürfen wir die ersten Benefizkonzerte genießen: „Der Geist, die göttliche Kraft, weht wo sie will!“ Es ist immer wieder faszinierend, wie sich Menschen begeistern lassen. Gut so, Halleluja.

Doch bald dürfen wir kürzer treten, dürfen mal einfacher leben. Mit dem Aschermittwochbeginnt eine geistliche Auszeit: 40 Tage lang. Eine Zeit, die uns anbietet anders zu leben, anders zu essen, anders zu trinken, anders zu sprechen, anders zu hören. Warum braucht es das?
Weil es mich neu mit mir selbst in Beziehung bringt. Erst dann, wenn ich mir Liebgewordenes mal weglasse, wenn ich Gewohnheiten mal hinterfrage und mich auf Weniger beschränken kann, spüre ich sehr gut, was ich alles nicht brauche, worauf ich gut verzichten kann. Das „Fasten“ ist ja sehr populär, in allen Religionen kennen wir diese Haltung des bewussten Verzichtes. Dabei ist die Motivation dafür sicherlich sehr unterschiedlich.
Als Christen fasten wir nicht, um damit etwas zu erreichen, um einen Zweck zu erfüllen. Christliches Fasten bedeutet frei zu sein für mich, den Nächsten und für Gott. Im Alltag ist das sicherlich nicht so einfach. Wer kann sich schon einfach mal eine Auszeit nehmen? Aber, wo ein Wille ist, da ist ja bekanntlich ein Weg! Seien wir mutig, probieren wir es doch mal (wieder)! Ich freue mich auf die Zeit, die vor uns liegt oder mit den Worten Jesus in Mt 6: „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten!“

Eine gesegnete Zeit im neuen Jahr 2019

Ihr/Euer Pfarrer Robert Geßmann

Winter 2018 / 2019

Liebe Schwestern und Brüder,

in allen Varianten und Formen, klein oder groß, puristisch oder verliebt bis in kleinste Detail: Die Weihnachtskrippe . Sie hat nichts von ihrer Beliebtheit und Attraktivität verloren. Auch wäre ein Christbaum ohne Krippe für mich nicht vorstellbar. Schließlich zeigt jede Darstellung der Erzählung von Lukas und Matthäus, wie beide Evangelien sich die Geburt Jesu ausmalen, wie für sie glaubhaft „Incarnation“, Menschwerdung Gottes geschehen kann. Gott wird einer von uns, er ist dort zu finden, wo wir es nicht erahnen, bei den Hirten, bei den Untersten. Wofür braucht es Weihnachten? Gott wird Mensch, ja und? Gott selbst  lässt sich finden von Unbekannten und Suchenden (Magier). Wir erleben Menschen, die gefangen sind in ihrer Welt und nicht mehr alleine hinaus finden. Sie sind zutiefst erlösungsbedürftig. „Weihnachten“ als Befreiung bedeutet für diese Menschen etwas ganz Unterschiedliches: Nähe erfahren, den Kreislauf der Sucht durchbrechen, Solidarität spüren, Angst überwinden. Die alltäglichen Grenzen werden hoffentlich ein bisschen gesprengt, und wenn es nur eine Beziehung ist, die wieder fester trägt oder auflebt. Das wünsche ich uns allen, nicht nur an Weihnachten.

Möge uns auch im neuen Jahr 2019, zu dem ich Ihnen und Euch allen Gottes Segen wünsche, Gottes Nähe erfahrbar bleiben.

Ihr/Euer Pfarrer Robert Geßmann

 

Ich bin unter der Rufnummer

0176 55512348

für Sie erreichbar.

 

Ihr Pfarrer

Robert Geßmann

 

Pfarrbüro: 0231 652872

Fax: 0231 96989807

dortmund@alt-katholisch.de

 

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