Gemeinde München

Hausgottesdienst

Wort-Gottesdienst für den 10.05.2020

Einführung

Im Namen des Vaters und des Sohnes…..DerHerr, der in unserer Mitte ist, sei mit euch/uns!

In den letzten Wochen haben wir Telefon-oder Hausgottesdienste in unseren Wohnungen gehalten. Manche von uns werden das auch heute tun. Aber die meisten sind doch froh, dass es wieder möglich ist -mit den bekannten Einschränkungen –Gottesdienste in der Kirche feiern zu können. Meistens ist es ja schön,in der eigenen Wohnung zu sein, aber manchmal fällt einem auch das Dach auf den Kopf –wie man so schön sagt.Eine Wohnung haben,eine Bleibe haben, mit jemandemzu wohnen, das spielt auch im heutigen Evangelium eine Rolle. „Der Auferstandene geht seinen Freundinnen und Freunden voraus, um ihnen eine Wohnung zu bereiten“.Wohnen ist ein schönes Wort, es kommt vom Althochdeutschen „wonen“ und bedeutet sich aufhalten, bleiben. Und es kommt in vielen Kombinationen vor: Wohnung,gewöhnlich, gewohnt sein, sich gewöhnen, Wohngemeinschaft, bewohnen, beiwohnen. Nach der Renovierung einer Kirchesprach einmal einer in einem Grußwort vom Kirchenraum als Wohnzimmer der Gemeinde.Ganz gleich in welchem Wohnzimmer wir versammelt sind, wir glauben, dass der Auferstandene mitten unter uns, bei uns ist.

Zu ihm rufen wir:
-Auferstandener Christus, du lebst allezeit unter uns, wir beten dich an….
.-737 Kyrie eleison, gesummt–
Du bist in die untersten Tiefen hinabgestiegen, um allenMenschen die Liebe Gottes zu offenbaren…..
.-737 Kyrie eleison, gesummt —
Du bist aufgefahren zu deinem und unseremVater…..
-737 Kyrie eleison, gesummt —
Wie am Abend deiner Auferstehung hauchst du über jeden von uns deinen Geist…..
-737 Kyrie eleison, gesummt —
Du trägst uns auf, als Zeuginnen und Zeugen deiner Gegenwart zu leben….
-737 Kyrie eleison, gesummt –

Gebet des Tages

Gott, unser Vater,du hast uns durch deinen Sohn erlöstund als deine geliebten Kinder angenommen.Siehauf alle, die an Christus glauben.Lass sie in der Bindung an dichdie wahre Freiheit finden durch ihn,unsern Herrn Jesus Christus,der in der Einheit des Heiligen Geistesmit dir lebt und wirktin alle Ewigkeit.
Amen.

1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 6,1-7)

In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. 2Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen. 3Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen. 4Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben. 5Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. 6Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese legten ihnen unter Gebet die Hände auf. 7Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

Psalm 33 (Verse 1-2.4-5.13-14)

KV –Lass dein Güte über uns walten, o Herr, denn wir schauen aus nach dir.Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn, *für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.Preist den Herrn mit der Zither, *spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
KVDenn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, *all sein Tun ist verlässlich.Er liebt Gerechtigkeit und Recht, *die Erde ist erfüllt vonder Huld des Herrn. —KVDoch das Auge des Herrn ruht auf allen,die ihn fürchten und ehren, *die nach seiner Güte ausschaun;denn er will sie dem Tod entreißen *und in der Hungersnot ihr Leben erhalten. —KV

2. Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Petrus

Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist! 5Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, um durch Jesus Christus geistige Opfer darzubringen, die Gott gefallen! 6Denn es heißt in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde. 7Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre. Für jene aber, die nicht glauben, ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden, 8zum Stein, an den man anstößt, und zum Felsen, an dem man zu Fall kommt. Sie stoßen sich an ihm, weil sie dem Wort nicht gehorchen; doch dazusind sie bestimmt. 9Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

KV -Halleluja. Halleluja.

So spricht der Herr:Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.Niemand kommt zum Vater außer durch mich.KV

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes(Joh 14,1-12)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:1Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! 2Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? 3Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. 4Und wohin ich gehe -den Weg dorthin kennt ihr. 5Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? 6Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 8Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. 9Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? 10Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. 11Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! 12Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

Predigtgedanken

Ich verbinde mit dem Begriff Wohnung und wohnen meist etwas Positives. Aber bei dem Satz Jesu „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“stutze ich etwas.Mir ist bei diesem Satz spontan ein großes altes Altenheim eingefallen, das ich kenne. Darin sind viele kleine, eingerichtete Zimmer, die Leute werden den ganzen Tag umsorgt, es ist immer jemand da, sie sind behütet und wie ich das manchmal auch erlebt habe, leider auch überbehütet, nicht ernst genommen und entmündigt. In Zeiten von Corona wird das noch schillernder: Ein Haus,das die BewohnerInnen vor Infektionen schützen soll, das aber gleichzeitig isoliert, weil die BewohnerInnen das Haus nicht verlassen dürfen und Besuche nur schwer möglich sind. Das ist das Bild, das in mir hochkommt, wenn ich an dasHaus des Vaters und die vielen Wohnungen denke….. Das ist freilich meine ganz subjektive Vorstellung, die nicht verallgemeinert werden soll, es gibt ja auch sehr schöne Seniorenstifte, in denen man sehr gut leben kann.„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen… Ich gehe voraus, euch einen Platz zu bereiten“.Ichfinde es schon eine spannende Vorstellung, der es lohnt nachzugehen:Was ist das für ein Haus, von dem Jesus spricht? Wie wird es aussehen?Was für Wohnungen sind darin? Ein-Zimmer-Appartements oder große Luxuswohnungen. Oder gibt es darin beides? Und was muss ich dann tun, um eine einigermaßen komfortable Wohnung, vielleicht mit Balkon, zu bekommen? Kann ich mir das leisten? Habe ich soviel Kapital angespart, dass ich mich indieses –ich nenne es mal ganz salopp -Himmelreichstifteinkaufen kann?Natürlich ist das jetzt nicht ganz Ernstzunehmen, aber so abwegig sind solche Gedanken nicht. Vielleicht kennen Sie das Buch von Franz Werfel: Der veruntreute Himmel. Eine Tantezahlt ihrem Neffen das Theologiestudium, damit er Priester werden kann. Und wie sich am Schluss herausstellt,tut sie das, weil sie meint,damit Kapital für den Eintritt in den Himmel anhäufen zu können. Pluspunkte sammeln für den Himmel!? Ist das der Wegzum Himmelreich? Kann ich mich damit ins Himmelreichstift einkaufen?7Jesus spricht im Evangelium von einem anderen Weg: Er sagt zu Thomas ganz lapidar: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“Er ist der Weg, das heißt doch: an ihm sollen wir Maß nehmen, an ihm sollen wir uns ausrichten…… Aber das kann nicht heißen, einfach JesuLeben nachzuleben, daran würden wir vermutlich scheiternunddas würde auch nicht der Einzigartigkeit eines jeden menschlichen Lebens gerecht werden.Aber immer wieder nach ihm zu fragen, immer wieder den Weg suchen, die eigene Lebensrichtung an Jesus auszurichten, -das bedeutet es wohl,auf dem richtigen Weg zu sein und auch ans Ziel zu kommen, sich der Wahrheit und dem wirklichen Leben ein Stück weit anzunähern.„Ichbin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“Was ist aber mit meiner Wohnung, mit meinem Platz im Himmelreichsstift?Wenn ich mir mein Leben als ein Lebenshaus vorstelle, dann kann ich sogar mit diesem Bild etwas anfangen.In meinem Lebenshaus ist vieles schön eingerichtet, aufgeräumt, am richtigen Platz…. Da ist aber auch vieles,was herumliegt, was vielleicht auch modert, was nicht so ansehnlich ist…..Dieses Lebenshaus wird im Laufe der Zeit auch umgebaut, verändert sich, manches wurde auch verbaut und es ist mir unmöglich,es rückgängig zu machen.Dieses Lebenshaus wird von ihm -Jesus -neu eingerichtet. Er bereitet den Platz für mich. Das, was gut und gelungen ist an meinem Hausbau,wird sicher beibehalten. Aber das, was ich nicht fertiggebracht habe, was ich verbaut habe, daswird er instandsetzen und vollenden.Das ist dann Leben in Fülle und das wird meine Wohnung sein in seinem Reich. Himmelreichsstift muss es ja nicht unbedingt heißen.
Amen.

647 mehrmals „Bei Gott bin ich geborgen“ (gesummt)

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,den Vater, den Allmächtigen,den Schöpfer des Himmels und der Erde,und an Jesus Christus,seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,empfangen durch den Heiligen Geist,geboren von der Jungfrau Maria,gelitten unter Pontius Pilatus,gekreuzigt, gestorben und begraben,hinabgestiegen in das Reich des Todes,am dritten Tage auferstanden von den Toten,aufgefahren in den Himmel;er sitzt zur Rechten Gottes,des allmächtigen Vaters;von dort wird er kommen,zu richten die Lebenden und die Toten.Ich glaube an den Heiligen Geist,die heilige katholische Kirche,Gemeinschaft der Heiligen,Vergebung der Sünden,Auferstehung der Totenund das ewige Leben.
Amen.

Fürbitten

Jesus Christus, Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben,zu Dir kommen wir mit unseren Anliegen:Für alle Menschen, die Gott suchen und ihn nicht finden, für alle,die sich verschlossen haben und keinen Ausweg mehr sehen……..-Stille –Lasst uns zu Christus rufen: A: Wir bitten dich, erhöre uns.Für alle Menschen,die Angst haben, weil das Leben ungewissist: Menschen in Krankheit, Alter und Not.Für alle Menschen, die keinen sicheren Boden mehr unter den Füßen haben……..-Stille-Lasst uns zu Christus rufen: A: Wir bitten dich erhöre uns. Für alle Menschen, die auf der Suche nach Wohnung und Nahrung sind. Für alle, die sterben, im Vertrauen auf Gott…… -Stille –Lasst uns zu Gott rufen: A: Wir bitten dich erhöre uns. Für alle, die heute nicht mit uns Gottesdienst feiern können, und für alle die uns besonders nahe sind, …….-Stille –Lasst uns zu Christusrufen: A: Wir bitten dich erhöre uns.Beten wir in Stille für die Anliegen, die jede und jeden von uns besonders bewegen.-Stille -Lasst uns zu Christus rufen: A: Wir bitten dich erhöre uns.

Vaterunser

Lasst uns gemeinsam beten, wie Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat:Vater unser im Himmel.Geheiligt werde dein Name.Dein Reich komme.Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.Unser tägliches Brot gib uns heute.Und vergib uns unsere Schuld,wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.Und führe uns nicht in Versuchung,sondern erlöse uns von dem Bösen.Denn dein ist das Reich und die Kraftund die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Gott, der uns überall und zu jeder Zeit sieht und hört, schütze uns,er wende Sorge und Not von uns abund lasse uns in seinem Frieden leben. Es segne uns Gott, der Vater: Er sei der Raum, in dem wir leben. Es segne uns Jesus Christus, der Sohn: Er sei der Weg, auf dem wir gehen. Es segne uns Gott, der Heilige Geist: Er sei das Licht, das uns zur Wahrheit führt.

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