Gemeinde München

Haus- und Telefongottesdienst

Gründonnerstag

Hausgottesdienst für den 09.04.2020

 
Liturgische Eröffnung
 
Psalm 22  Herr, bleibe mir nicht fern und eile mir zu Hilfe
 
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, * bleibst fern meiner Rettung, den Worten meines Schreiens?  Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *  und bei Nacht, doch ich finde keine Ruhe.  Von Geburt an bin ich geworfen auf dich,*  vom Mutterleib an bist du mein Gott.  Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe* und kein Helfer ist da! Hingeschüttet bin ich wie Wasser, *  gelöst haben sich all meine Glieder,  Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, / die Zunge klebt mir am Gaumen, * du legst mich in den Staub des Todes. Du aber, HERR, halte dich nicht fern! * Du, meine Stärke, eile mir zu Hilfe!  Entreiß mein Leben dem Schwert, * aus der Gewalt der Hunde mein einziges Gut!  Rette mich vor dem Rachen des Löwen * und vor den Hörnern der Büffel! –  Du hast mir Antwort gegeben. / ich will deinen Namen meinen Geschwistern verkünden, * inmitten der Gemeinde dich loben. Von dir kommt mein Lobpreis in großer Versammlung, * ich erfülle mein Gelübde vor denen, die dich fürchten.  Die Armen sollen essen und sich sättigen;/  den HERRN sollen loben, die ihn suchen. *
Aufleben soll euer Herz für immer. Ehre sei dem Vater und dem Sohn* Und dem Heiligen Geist  Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit  Und in Ewigkeit. Amen
 
 
Gebet des Tages
 
Gütiger Vater, dein Sohn hat uns am heutigen Tag ein Beispiel seiner dienenden Liebe gegeben.  Lass auch in uns dieser Liebe wachsen und lass sie uns weitergeben  an alle Menschen durch Jesus, deinen Sohn, unseren Herrn und Bruder der mit dir und dem heiligen Geist  in unserer Mitte lebt jetzt und in Ewigkeit. Amen
 
Lesung aus dem Evangelium nach Johannes ( Joh 13,1-15)
 
Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Gedanken  
 
„Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt.“ sagt Jesus.  Liebt einander, dient einander.  
 
Petrus versteht nicht, was Jesus da tut.  Und wahrscheinlich waren auch die anderen Jünger froh, dass Petrus nachfragt. Im Gespräch wird ihm dann ein wenig klarer, dass es darum geht, was da geschieht, geschehen zu lassen, Anteil zu nehmen.  
 
Brot brechen, teilen, weitergeben, einen Handlangerdienst tun, sich selbst ein Stück weit verschenken.  Das ist, was Jesus als Anteil geben versteht. Brot annehmen, sich einen Dienst tun lassen, sich etwas geben lassen.  Das ist Anteil nehmen.  Anteil nehmen und Anteil geben. So hat Jesus gelebt, so verbringt er diesen Abend. Das ist sein Beispiel und sein Auftrag für uns: „Anteil zu geben und Anteil zu nehmen.“  
 
Wir sind wahrscheinlich gerade alle in unseren Wohnungen. Wir sind von einander getrennt, auf die Familie, den Partner, die Partnerin oder auf uns alleine gestellt.  Wir können heute nicht gemeinsam Eucharistie feiern.  
 
Aber diese Quarantäne ist ein Beispiel des Liebens und des Dienens, dieser Verzicht ist auch ein Zeichen der Solidarität.  
 
Anteil nehmen ist momentan das Zuhause bleiben, das Kontakt halten, das Hände waschen, die Ansteckungsgefahr minimieren. Anteil nehmen heißt auch, nicht die zu vergessen, denen es viel schlechter geht als uns.  Anteil geben heißt zu sagen, wo uns etwas schwerfällt, wo wir Angst haben oder besorgt sind, wo wir Hilfe brauchen.   

Leben teilen, lieben und dienen, immer wieder. Das ist die Botschaft, die Jesus seinen Jüngern heute mitgibt. Ihn führt diese Botschaft ans Kreuz, aber, so glauben wir, über das Kreuz hinaus zur Auferstehung, zur Hoffnung von Ostern. Und diese Hoffnung gilt auch für uns.  Amen.
 
Fürbitten
 
Jesus Christus, Du nimmst Anteil an unserem Leben, zu dir kommen wir mit unseren Bitten.  
 
– Wir beten für alle Menschen, die krank sind, für alle Ärzte und Pflegenden auf der ganzen Welt  – Stille – – Wir beten für alle, die angespannt sind und Angst haben, für alle, die sich alleine und isoliert fühlen, und für alle, die versuchen für Andere da zu sein  – Stille –
 
– Wir beten für alle, die jetzt besonders viel arbeiten müssen und für diejenigen, die keine Arbeit mehr haben. Wir beten für alle, die Entscheidungen treffen, die das Leben vieler verändern – Stille –
 
– Wir beten für alle, die in Krieg oder Bürgerkrieg leben müssen, für Menschen in Flüchtlingslagern, und für alle, die kein Zuhause haben – Stille –
 
– Wir beten für alle Verstorbenen, für die Trauernden und für die, die versuchen, ihnen beizustehen  – Stille –
 
Du Christus, bist bei uns, in guten und in schweren Stunden.  Dafür danken wir dir, jetzt und in Ewigkeit. Amen.  

Vater unser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
 
Segensgebet So wie das Korn wächst in Regen und Sonne,  lass auch uns wachsen in deiner Liebe.   So wie viele Körner zusammenkommen um zu einem Brot zu werden,  lass auch uns Brot werden für andere.   So wie sich Wasser mit Mehl zu einem Laib verbindet,  lass auch uns zu einem Ganzen werden.    So wie die Wärme des Backens Teig in Brot verwandelt.  lass auch uns unseren Hunger nach Gemeinschaft  in Liebe und Zuwendung wandeln.    So wie das Brot gebrochen wird, um Hunger zu stillen,  lass auch uns zu teilenden Menschen werden.   So segne uns heute und immer Jesus Christus, das lebendiges Brot  Jesus Christus, der sich hingibt, damit wir leben. Amen.
 
Tischgebet
 
Vielleicht gibt es die Gelegenheit, vor einem Essen ein Tischgebet zu sprechen, das uns daran erinnert, wie sehr wir miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind.  Das Brot, das wir essen, der Wein, den wir trinken, die Lebensmittel auf unseren Tischen haben in der Regel andere Menschen für uns angebaut, transportiert, verkauft. Vieles von dem, was wir haben, kommt zu uns durch die Arbeit anderer Menschen.  
 
Gott, Vater und Mutter Du Quelle unseres Lebens  Wir sagen Dir Dank  Dank für das Brot und für alles,  Was wir nötig haben wie Brot Für die Luft, die wir atmen Für Menschen, die mit uns das Leben teilen.   Wir brechen das Brot in deinen Namen    Dank sei dir für alles, was unseren Durst stillt  Wie dieses Wasser und dieser Wein.   Wir brauchen Wasser zum Leben,   aber es steht auch für unsere Tränen  und unsere Traurigkeit. Du willst unser Trost sein.  Lass uns immer wieder erfahren,   dass du unsere Tränen trocknest und in Leben verwandelst.
 
Dank sei dir für den Wein,   für alles, woran wir uns freuen, Dank für den Frühling und  die Sonne, Danke für die Sterne in der Nacht, für die Liebe und für Zeiten der Gemeinschaft,  und für Worte, die uns gut tun.
 
Wir trinken Wasser und Wein in deinem Namen. Sei du bei uns, heute und immer.  Amen.  
 
oder Brotsegen
 
So wie das Korn wächst in Regen und Sonne,  lass auch uns wachsen in deiner Liebe.   So wie viele Körner zusammenkommen um zu einem Brot zu werden,  lass auch uns Brot werden für andere.   So wie sich Wasser mit Mehl zu einem Laib verbindet,  lass auch uns zu einem Ganzen werden.    So wie die Wärme des Backens Teig in Brot verwandelt.  lass auch uns unseren Hunger nach Gemeinschaft  in Liebe und Zuwendung wandeln.    So wie das Brot gebrochen wird, um Hunger zu stillen,  lass auch uns zu teilenden Menschen werden.   So segne uns heute und immer Jesus Christus, das lebendiges Brot  Jesus Christus, der sich hingibt, damit wir leben.  Amen

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